Am Pfingstwochenende hatten wir schon wieder Besuch. Dieses Mal waren Amys Eltern da. Die TouriTour ging also in die nächste Runde. Man könnte das Wochenende aber auch gut und gerne als Treppenwocheende bezeichnen, denn wir haben an diesem Wochenende unglaublich viele Treppenstufen bewältigt. Doch von Anfang an.
FREITAG
Gegen 23 Uhr kamen Amys Eltern am Südbahnhof an. Von dort holten wir sie ab. Nach einer Weile plaudern gings dann so gegen eins schlafen.
Bewältige Treppen an diesem Tag:
- 164 (aus der Wohnung raus und wieder hoch. (82 Stufen einfach. Vierter Stock)
- 80 (Bahnhof, geschätzt)
Gesamt: 244 Treppen
Gelaufene Kilometer: 2
Zustand der Beine: herrvorragend.
SAMSTAG
Nach dem Frühstückten machten wir uns auf zur x-ten TouriTour. Erst Schloss Charlottenburg. Dann gings denn Ku-Damm rauf und runter, zum KaDeWe in die Gourmetabteilung und anschließend in die Gedächtniskirche. Das alles begleitet durch unzählige Bayer 04 und Werder Bremen Sprechchöre. Auf dem Platz bei der Gedächniskirche waren nämlich zwei Leinwände aufgebaut, die das DFB-Pokal-Finale übertrugen. Überhaupt waren sehr viele Fans und Touristen in der Stadt unterwegs. Das Pfingtswochenende hatten wohl sehr viele für einen Ausflug nach Berlin genutzt.
Mit dem Bus 100 fuhren wir zum Alexanderplatz zum üblichen Touri-SightSeeing (Dom, Rotes Rathause, Fernsehturm, Museumsinsel, ..[bitte hier weitere Sehenswürdigkeiten ergänzen].
Unser Weg führte uns dann weiter zum Gendarmenmarkt. Dort in der Nähe sahen wir den Leverkusener Manschaftsbus vor dem 5-Sterne-Hotel „The Regent“ parken. Rainer Calmund schlenderte gerade zu seinem Auto. Wir beschlossen zu warten, bis die Mannschaft herauskommen würde. Das konnte nicht mehr lange dauern, da die Polizeieskorte schon bereit stand. 20 Minuten dauerte es aber dennoch bis die Spieler herauskamen. 20 Sekunden dauerte es bis sie wieder im Bus verschwundende waren. Nur wenige schrieben ein paar Autogramme. Die Spieler waren auf jeden Fall schon sehr angespannt und konzentriert. Hat ihnen aber ja auch nichts gebracht.
Eigentlich wollten wir dann noch zum Brandenburger Tor und zum Reichstag, aber ein heftiges Unwetter machte unsere Pläne zu Nichte. Statt Brandenburger Tor gabs ein Hoftor zum unterstellen. Fast genauso schön. Als das schlimmste vorbei war, gingen wir zur U-Bahn und fuhren nach Hause. Dort machten wir uns frisch, ehe es ins Nikolaiviertel zum Essen ging.
Bewältigte Treppen an diesem Tag:
- 328 (2x Wohnung rauf und runter)
- 300 (diverse U- und S-Bahn-Treppen
- 50 (Kneipe)
Gesamt: 678 Treppen
Gelaufene Kilometer: ca. 25
Zustand der Beine: nicht mehr herrvorragend.
SONNTAG
Nach ausgiebigem Frühstück gings über den Potsdamer Platz und Holocaust-Mahnmal zum Brandenburger Tor und Reichstag. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zur Siegessäule. Dort zahlten wir den Eintritt und machten uns an den Aufstieg. 282 Stufen gings im Bauch der Säule nach oben. Dort war es wirklich eng und es kamen uns auch immer wieder Leute auf dem Weg nach unten entgegen. Platzangst sollte man da wirklich nicht haben. Oben bot sich uns eine tolle Aussicht. Seinen Platz am Geländer der Aussichtsplattform musste man sich allerdings ein wenig erkämpfen, da es auch dort nicht so geräumig ist, wie es von unten aussieht.
Anschließend fuhren wir zum Karneval der Kuluren nach Kreuzberg. Wie wir später aus dem Radio erfuhren hatten 700.000 die gleiche Idee und dementsprechen voll war es auf den Straßen. Der Umzug an sich war nicht sehr spektakulär. Die eine oder andere gute Verkleidung gab es zu sehen, mehr aber nicht. Überhaupt bewegte sich der Zug sehr langsam fort, sodass es immer einige Zeit dauerte bis man die nächste Gruppe sehen konnte. So richtig Stimmung kam auch nicht auf, die Leute schauten sich einfach den Umzug an. Da wird Fasching bei uns auf jeden Fall ausgelassener gefeiert.
Allgemein hab ich den Eindruck, dass die Berliner nach Volksfesten lächzen. Denn zu jedem noch so popeligen Fest, strömen Tausende hin, auch wenn überhaupt nichts besonderes geboten wird.
Nachdem wir dem Treiben des Umzugs ein wenig zugeschaut hatten, liefen wir zum Festplatz. Dort waren viele Buden und Zelte aufgebaut und dem es viele interessante Sachen aus allen möglichen Kulturkreisen zu kaufen gab. Kulinarisch waren ebenfalls keine geografischen Grenzen gesetzt. Leider war es auch dort viel zu voll, sodass man dort die Stände überhaupt nicht richtig anschauen konnte. Auch das Essen musste man mehr oder weniger im vorbeigehen einnehmen. Es gab kaum ein Platz, wo man sich mal in Ruhe hinstellen konnte. Von mangelnden Sitzplätzen will ich gar nicht anfangen. Aber ich will ja nicht nur nörgeln. An sich war das Fest eigentlich ziemlich cool, nur leider viel zu überlaufen.
Nach dem „Karneval“ machten wir uns auf den Heimweg. Wir wollten uns noch ein wenig ausruhen, da wir abends ins Musical „Dirty Dancing“ gehen wollten. Dazu gibts bald einen extra Artikel.
Bewältigte Treppen:
- 2 mal Wohnung rauf und runter: 328
- Siegessäule: 568
- Diverse U-Bahn Stationen: ca. 150
- Theater am Potsdamer Platz: ca. 150
Gesamt: 1216 Treppen
Gelaufene Kilometer: 25
Zustand der Beine: Pudding
MONTAG
Montag nachmittag mussten sich Amys Eltern wieder auf den Heimweg machen. Vor schauten wir uns aber noch die Hackeschen Höfe und das Kreuzberger Zentrum an. Abends bin ich dann noch mit Jochen was trinken gegangen. Gekickert haben wir natürlich auch. Ich 3 mal hintereinander 6 zu 5 verloren. Aber das ist ne andere Geschichte.
Bewältigte Treppen:
- 2 mal Wohnung rauf und runter: 328
- Diverse U-Bahn Stationen: ca. 150
Gesamt: 478 Treppen
Gelaufene Kilometer: 15
Zustand der Beine: Welche Beine?











